Ich möchte Imker werden – Was muss ich dafür tun?

 

Imkern ist nichts für Unzuverlässige! Denn es müssen über das gesamte Bienenjahr hinweg immer wieder regelmäßig bestimmte Arbeiten ausgeführt werden. Werden diese nur unregelmäßig ausgeführt, sind die zuvor geleisteten Arbeiten verloren. Oder das Bienenvolk wird krank, weil erkennbare Fehlentwicklungen nicht erkannt werden. Dennoch ist Imkern ungemein enspannend. Alle Alltagsgedanken werden beim Imkern beiseite geschoben. Die Konzentration ist völlig auf die Arbeit mit den Bienen gelenkt. Wer an etwas anderes denkt wird sicherlich von Bienen eines besseren belehrt.

 

Zum Imker wird man nicht geboren. Eine gewisse Naturverbundenheit und ein Interesse für das biologische Geschehen sollte man jedoch mitbringen. Alles andere lässt sich erlernen.

 

Imkerei ist immer wieder spannend. Kein Jahr gleicht dem anderen. Wetter, Trachtverhältnisse und Fütterung der Völker stehen in engem Zusammenhang.

 

Vielfach hält die Angst vor dem Stachel die Menschen von der praktischen Ausübung der Bienenzucht ab. Diese Angst vor Bienenstichen ist jedoch unbegründet, denn grundsätzlich sticht eine Biene nur in Notwehr oder zur Verteidigung des Volkes. Außerdem werden heute die Bienen auf Sanftmut gezüchtet. So macht beispielsweise die heute allgemein gezüchtete Carnika-Rasse kaum von ihrem Stachel Gebrauch.

 

Der Neu- oder Jungimker sollte sich aus Lehrbüchern oder Bienenzeitschriften das nötige Grundwissen schon mal anlesen und sich sorgfältig darüber informieren,welche Anforderungen eine fachgerechte Bienenhaltung stellt.

 

Jeder Imker ist verpflichtet, seine Bienen so zu halten, dass sich aus der Bienenhaltung keine negativen Folgen für die Umgebung ergeben. Eigentlich logisch, denn schließlich werden Bienen nicht im Stall oder auf einer eingezäunten Fläche gehalten, sondern fliegen frei in der Natur. Bis zu fünf Kilometer entfernen sich die Bienen bei ihrer Suche nach Nahrung vom heimatlichen Stock.

 

Der richtige Weg zu einem guten Beginn geht über einen Imkerverein. Wer sich von Beginn an einem Imkerverein anschließt, ist nicht nur gut beraten, sondern auch rechtlich abgesichert, da für die Mitglieder eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wird.

 

Wer Neuimker im Maingau werden will kann sich an unseren Verein wenden. Unsere Mitglieder gerne bereit sind, einem Neuling auf diesem interessanten Gebiet zu helfen. Auch bieten diese Vereine regelmäßig Schulungen, Erfahrungsaustausch und Beratung. Informationen zu den Neuimker-Kursen erhalten Sie von Nikolaus Zumbusch (Kontaktdaten siehe unter Ansprechpartner).

 

Wenn man Tiere hält, muss man sich natürlich auch darüber im Klaren sein, dass man damit eine Verantwortung der Kreatur gegenüber übernimmt. Dies gilt für Bienen ebenso wie für jedes andere Lebewesen.

 

Diese Verantwortung zu übernehmen, erfordert ein wenig Zeitaufwand, der sich jedoch in Grenzen hält, wenn man sich auf die der Natur der Bienen entsprechenden Pflegemaßnahmen beschränkt. Diese Maßnahmen können Anfänger in Kursen erlernen, die an Bieneninstituten, Imkerschulen und in Imkervereinen abgehalten werden. Normaler Weise rechnet man durchschnittlich pro Volk und Jahr einen Zeitaufwand von etwa 6 Arbeitstunden, was aber je nach persönlicher Arbeitsweise, auch mal mehr werden kann. 

 

Nicht übersehen darf man, dass die Hauptarbeit mit den Bienen auf das Frühjahr und den Frühsommer fällt, was gegebenenfalls die gewohnten Urlaubspläne ganz schön durcheinander bringen kann.

 

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